Open-mindedness
5. Juni 2009Ein sehr gut gemachtes Video über aufgeschlossenes und vorurteilsfreies Denken. (Englisch)
Ein sehr gut gemachtes Video über aufgeschlossenes und vorurteilsfreies Denken. (Englisch)
Wollte nur kurz darauf hinweisen, dass es ein neues Blog von mir gibt mit dem Thema “Diverses”
Und JA, ich hoffe auch, dass ich hier irgendwann mal wieder was gescheites schreiben kann
Skeptiker beschäftigen sich zu sehr großen Teilen mit BigFoot, Homöopathie, Geistern, UFO’s, Granderwasser, etc.pp.
Worüber man allerdings eher selten etwas liest sind die ganzen pseudowissenschaftlichen Dinge die in Wirtschaft und Technik vor sich gehen.
Natürlich könnte man hier gleich an Astrologie und Graphologie denken, welche sicherlich bei so manchen Einstellungsentscheidungen immer noch ein Wörtchen mitzureden haben. Das fällt allerdings sowieso in einen Bereich mit dem sich Skeptiker in der Regel häufiger befassen.
Ich denke da eher an Sachen wie Chartanalyse. Also der Versuch aus vergangenen Börsenkursen den zukünftigen Börsenkurs ablesen zu können. Eine Technik der sich viele Leute bedienen, auf mich aber trotzdem immer ein wenig wie Astrologie wirkt. Ja allein schon die Annahme es gäbe Leute die auf Grund welche Kriterien auch immer aktiv Aktien auswählen können welche sich besser entwickeln als der allgemeine Markt wird offenbar von vielen wissenschaftlichen Untersuchungen in Frage gestellt und damit quasi der gesamte Markt der aktiv verwalteten Fonds (und damit vermutlich ein Großteil aller Fonds).
Geht man in Richtung Technik fällt mir als erstes der ganze Bereich der hochpreisigen Audiokomponenten ein. Da sollen gute Kabel für die Digitalverbindung einen klareren Bass bewirken (was schon rein theoretisch nicht möglich sein sollte), da soll man Lautsprecher mit der Musik “einspielen” die man später hören will oder es wird sogar behauptet man müsse die Lautsprecherkabel “einspielen” und es werden extra Geräte um mehrere tausend Euro angeboten um bereits verwendete Kabel wieder zu “entspielen”.
Und dann gibt es natürlich immer noch die große Menge an Leuten die behaupten, dass komprimierte Musik selbst in guter Qualität immer schlecht klingt, was sich aber meines Wissens in gut durchgeführten Doppelblindexperimenten bis jetzt immer als haltlos herausgestellt hat.
Warum beschäftigen sich also eher wenig Skeptiker mit diesen Themen? Vielleicht erscheinen solche Sachen auf den ersten Blick zu klar. Funktioniert Chartanalyse oder nicht? Es geht da um viel Geld, das hat auch irgendwie etwas mit Mathematik zu tun also vermuten wohl die meisten Leute: Es wird verwendet (auch professionell) also muss es wohl funktionieren. Gerade in der Wirtschaft setzt sich doch das beste durch! Was aber, wenn es für das ganze “Problem” einfach keine Lösung gibt?
In einer recht aktuellen Untersuchung wurde festgestellt, dass sich in Berufen welche stärker auf Zufall angewiesen sind Aberglaube stärker wiederfindet. So sind im Schnitt Sportler abergläubischer welche eine Sportart ausüben die mehr auf Zufall basiert und Hochseefischer sind im Schnitt abergläubischer als Fischer die nahe der Küste fischen.
Es geht hier um Kontrolle. Je weniger Kontrolle der Mensch über den Ausgang eines Vorganges hat desto eher glaubt er Kontrolle über dubiose Rituale herstellen zu können. Es wäre also keine allzu abwegige Theorie anzunehmen, dass sich die Chartanalyse nur desswegen gehalten hat, weil der Markt und die Wirtschaft eben gerade nicht vorherbestimmbar sind. Das Ergebnis das ich an den Börsen erziele hängt eben gerade nicht davon ab was ich tue sondern was der Markt tut. Ganz abgesehen davon verdienen in der Zwischenzeit natürlich auch einfach sehr viele Leute ihr Geld dadurch, dass andere Leute glauben die “Spezialisten” wüssten besser was mit dem Geld zu tun ist.
Beim Audioequipment denke ich ist die Herkunft dieser pseudowissenschaftlien Annahmen ein anderer. Leute wollen mehr für ihre Ausrüstung zahlen, als eigentlich notwendig wäre und diesen Bedarf deckt der Markt ganz einfach. Quasi Audioplacebo. Wenn es teurer ist muss es auch besser klingen. Ein ähnliches Phänomen zeigt sich momentan auch bei den ganzen elektronischen Gadgets wie Handy oder Mp3-Player. Die Reichen wollen natürlich auch hier das Exquisiteste haben und darum werden einfach auf industrielle Massenprodukte Diamanten geklebt und so getan als würde das Produkt an sich dadurch besser.
Ich möchte jetzt von keinem der Oben angeführten Dinge konkret behaupten, dass sie völliger Blödsinn sind. Dafür habe ich zu wenig Recherche betrieben. Alles was ich sagen möchte ist, dass es sicher keine schlechte Idee ist, bei diesen Punkten etwas vorsichtig zu sein und nachzuhaken. Vieles davon “riecht” zumindest ganz schön nach pseudowissenschaftlichem Unfug.
Nachdem es mich doch einige Zeit gekostet hat die ganzen Podcasts zusammen zu sammeln möchte ich anderen Interessierten diese Arbeit ersparen. Es handelt sich außschließlich um englischsprachige Podcasts.
Skeptiker-Podcasts
Wissenschafts-Podcasts
Viel Spaß beim hören und die Kommentare stehen immer für neue, gute Podcastvorschläge offen.
In der Biologie gibt es immer wieder “Streit” um die Frage ob jetzt ein Virus lebt oder nicht. Im Grund genommen ist ein Virus nur ein Stück Erbinformation welches in eine Hülle verpackt ist um zwischen Zellen und Wirten “wandern” zu können. Teilweise sind in diesem Transportvehikel noch diverse Enzyme enthalten die für das Virus wichtige Funktionen ausüben. Im Allgemeinen wird daher ein Virus als nicht belebt definiert.
Auf der anderen Seite gibt es Bakterien die ebenfalls parasitisch nur innerhalb von Zellen leben können und die teilweise so viele ihrer eigenen Gene “aufgegeben” haben, dass ihnen komplette Stoffwechselwege fehlen welche vom Wirt übernommen werden müssen. Das ganze ist bei Mitochondrien und Chloroplasten bis auf die Spitze getrieben.
Dabei handelt es sich um die “Kraftwerke” der Zelle (welche auch in jeder Zelle des Menschen zu finden sind) und die Teile in Pflanzen, welche für die Photosynthese zuständig sind. Die Heute im Allgemeinen anerkannte Theorie zu ihrer Entstehung ist, dass es sich hierbei vor langer Zeit um Bakterien gehandelt hat, welche von anderen Zellen aufgenommen wurden und Teile des Stoffwechsels der Zelle übernommen haben. Auf der anderen Seite haben diese Bakterien im Laufe der Zeit faktisch ihren kompletten Stoffwechsel und einen Großteil ihrer Gene verloren und dienen nur noch als hochspezialisierte Reaktionsräume für spezielle Vorgänge des Stoffwechsels. Mitochondrien und Chloroplasten würden die meisten Biologen vermutlich auch nicht als selbstständig lebendig bezeichnen. Irgendwo auf dem Weg verliert also offenbar ein Parasit seinen Stellenwert als Lebewesen.
In meinen Augen haben viele Biologen noch immer eine Blockade. Sie ziehen aus diesem Dilemma noch immer nicht den richtigen Schluss. Die meisten anderen Menschen tun das natürlich auch nicht, aber ihnen ist meistens ja nichtmal das Dilemma bekannt. Statt sich zu streiten und darüber zu debattieren was jetzt lebendig ist und was nicht, sollte der eigentlich richtige Schluss sein, dass das Konzept von belebt und unbelebt einfach falsch ist. Es gibt keine Grenze weil es die beiden Kategorien einfach nicht gibt. Es gibt keinen, dem Universum zugrundeliegenden Unterschied, zwischen belebt und unbelebt. Hinreichend komplexe chemische Reaktionen, welche diverse Eigenschaften besitzen werden als belebt kategorisiert. Aber natürlich ist diese Einordnung willkürlich und in der heutigen Zeit in meinen Augen auch nicht mehr notwendig.
Welchen Unterschied sollte es machen ob Viren leben oder nicht? Eine Einordnung in diese beiden Kategorien führt zu keinerlei Erkenntnisgewinn und ist desshalb eigentlich sinnlos.
Aus genau den selben Gründen ist es auch nicht wirklich sinnvoll zu Fragen ab wann z.B. ein Roboter lebendig ist. Irgendwann werden die Leute einfach das “Gefühl” bekommen, dass da etwas Lebendiges steht und in Wirklichkeit ist ja das der interessante Punkt. Ob der schwarze Rand in der Dusche jetzt per biologischer Definition lebt oder nicht wird die Einstellung dazu in weiten Bevölkerungskreisen kaum ändern. Es ist halt einfach Schmutz und die eigentlich wichtige Frage ist, ob der Schimmelentferner besser wirkt wie das Mittel gegen Kalk.
Was gibt es schöneres als real existierende Technik?
http://www.boston.com/bigpicture/2008/08/the_large_hadron_collider.html
Ich bin über diesen Beitrag bei futur:plom mal wieder auf eine grundsätzliche Frage gestoßen die meiner Meinung nach zu wenig diskutiert wird. Und zwar: Kann man sich tatsächlich aktiv für den Theismus entscheiden?
In vielen Diskussionen, gerade zwischen Atheisten und Theisten, wird scheinbar oft angenommen Religiosität wäre etwas das man sich aussuchen kann wie die Nachspeise im Restaurant.
Natürlich kann sich die religiöse Ausrichtung während des Lebens ändern. Insofern glaube ich nicht, dass Theismus oder Atheismus etwas ist das in den Genen festgeschrieben steht. Allenfalls gibt es vielleicht bestimmte Persönlichkeitstypen die eher zur einen oder anderen Seite neigen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass ich mich frei für eine der Seiten frei entscheiden kann.
Es hat durchaus eine Zeit in meinem Leben gegeben in der ich angenommen habe, dass ich als tiefreligiöser Mensch vermutlich glücklicher durchs Leben gehen würde. In der Zwischenzeit bin ich in meinem atheistischen Weltbild soweit gefestigt, dass ich mir nicht vorstellen kann als religiöser Mensch die gleiche Freiheit zu empfinden welche mir der Atheismus ermöglicht. Aber auch zu einer Zeit als mir der Theismus lieber gewesen wäre stand nie zur Debatte plötzlich nicht mehr atheistisch zu sein. Nur weil mir damals eine Welt mit Gott lieber gewesen wäre heißt das noch lange nicht, dass ich sie nicht auch damals schon für recht unwahrscheinlich und reichlich absurd gehalten habe.
Vielleicht hat die Wahl zwischen Atheist und Theist doch einiges mit dem Aussuchen einer Nachspeise zu tun. Natürlich könnte ich das Lavendelparfait statt dem Schokoladeneis nehmen. Deswegen würde es mir aber trotzdem nicht schmecken und ich müsste den ganzen Abend lang mit dem penetranten Nachgeschmack leben und dem Schokoladeneis nachtrauern. Ich kann mir eben nicht aussuchen was mir schmeckt und was nicht.
Bringt also die ganze Diskussion überhaupt nichts? Wie schon gesagt: Ob man sich für das eine oder das andere entscheidet steht vermutlich nicht fix in den Genen. Natürlich kann man durch das eigene Auftreten, die eigenen Ansichten und Ideen Menschen in eine bestimmte Richtung beeinflussen, man sollte nur nicht annehmen man könnte einen Menschen davon überzeugen, dass es klüger oder logischer wäre atheistisch zu sein und darüber bewirken dass ein Theist plötzlich zu einem Atheisten wird.
Nur weil Lavendelparfait gesünder und exklusiver ist als Schokoladeneis fängt es mir auch nicht plötzlich an zu schmecken.
Im “Skeptics Guide to the Universe” wurde vor einigen Folgen darüber diskutiert, wie wahrscheinlich es wohl sein mag, dass sich etwas wie menschliche Intelligenz entwickelt. Dort wurde als Argument für die Unwahrscheinlichkeit angegeben, dass es relativ lange gebraucht hat bis sich der Mensch entwickelt hat. Auch wenn ich dieses Argument durchaus nachvollziehen kann und auch glaube, dass es stimmt gibt es da einige Probleme. Die Erde könnte hier einfach völlig von der Norm abweichen. Man hat eben nur ein “Ereignis” das man untersuchen kann.
Meiner Meinung nach gibt es bei weitem bessere Hinweise wenn man die Evolutionsgeschichte unseres Planeten betrachtet.
Zum einen ist anzumerken, dass der Mensch als einzige Art diesen hohen Grad an Intelligenz erreicht hat. Das Fliegen wurde mehrmals im Laufe der Evolution unabhängig “erfunden”. So auch das Auge, Flossen und viele weitere Eigenschaften und Strukturen die sich als nützlich erwiesen haben. Alleine das ist denke ich schon ein Hinweis darauf, dass ein hoher Grad an Intelligenz nichts ist auf was durch evolutionäre Mechanismen häufig selektiert wird.
Weiters kann man beobachten, dass die Intelligenz abseits des Menschen extrem rapide abfällt. Selbst die nächsten Verwandten von uns, die noch einige dem Menschen zugesprochene mentale Eigenschaften besitzen, fallen um Größenordnungen hinter den Menschen zurück. Es gibt viele Tiere von denen man annehmen kann, dass sie einen gewissen Grad an Intelligenz besitzen. So zum Beispiel Kraken, einige Vögel, Delphine, Elefanten usw. Alle diese Arten sind aber auf einem bestimmten Niveau stehen geblieben. Offensichtlich macht ab einem bestimmten Maß an Intelligenz eine Erhöhung aus evolutionärer Sicht normalerweise keinen Sinn mehr.
Selbst am Menschen kann man sehen, dass ein großes Gehirn nicht unbedingt vorteilhaft sein muss. Man geht Heute davon aus, dass die Menschheit vor fast 70.000 Jahren nahezu ausgestorben ist. Vermutlich war die komplette Menschheit auf ca. 2000 Individuen dezimiert.
Ein menschliches Gehirn entfaltet eben seine enorme Nützlichkeit erst dann, wenn auch die “Software” also das kulturelle und technologische Wissen vorhanden ist. Evolutionär müsste also für ein Gehirn selektiert werden, das vielleicht erst in 10.000 Jahren durch kulturelle Evolution seinen wahren Nutzen zeigt. Leider können evolutionäre Mechanismen nur innerhalb sehr kurzer Zeiträume greifen. Es müsste also eine Entwicklung stattfinden, welche schon konkret Überlebensvorteile bietet und trotzdem noch genug Potential für die Zukunft enthält. Betrachtet man die Evolutionsgeschichte der Erde muss man wohl sagen, dass so etwas nicht gerade oft passiert.
Ich denke also, dass es durchaus genug Hinweise dafür gibt, anzunehmen, dass die Evolution zu kultureller/technologischer/menschlicher Intelligenz (oder wie man das was wir besitzen auch immer bezeichnen will) ein sehr sehr seltenes Ereignis ist.
Ich sehe gerne Dokumentationen über UFO’s und Geister und jede Menge anderen Blödsinn. Nicht weil ich es wirklich glauben würde, sondern weil ich schöne, auf den ersten Blick mysteriöse Probleme mag, die man dann genüsslich mit wissenschaftlichen Methoden zerpflücken und analysieren kann. Leider funktioniert das nicht. In aller Regel zerfallen diese “Mysterien” beim ersten Sichtkontakt einfach von selbst.
Wenn man sich einmal damit befasst, muss man leider feststellen, dass die Leute die sich damit beschäftigen in aller Regel einfach entweder dumm, naiv oder beides zugleich sind. Fast nie findet man jemanden bei dem man sagen würde: “Der macht einen wirklich intelligenten, objektiven, pragmatischen Eindruck und hat sich da offensichtlich nur in irgend eine Denkweise verstiegen die so keinen Sinn macht”
An diesem Punkt entsteht für mich ein anderes Selbstverständnis als Skeptiker. Ist man automatisch Skeptiker nur weil man nicht an UFO’s und Bigfoot glaubt? Ich denke nicht. Skeptiker ist man, wenn man aktiv nach solchen “Sachen” sucht um sie zu analysieren. Auf der einen Seite um darüber etwas über die menschliche Natur zu erfahren, auf der anderen Seite aber auch in der Hoffnung vielleicht doch auf etwas zu stoßen was völlig unglaublich aber doch wahr ist.
Wie wunderbar wäre es, würde man Bigfoot wirklich finden. Eine wissenschaftliche Sensation sondergleichen. Oder gar der tatsächliche Nachweis von außerirdischem Leben. Das wäre vermutlich eine der wichtigsten Entdeckungen in der Geschichte der Menschheit. Um so enttäuschter ist man dann eben wenn man sieht wer solche “Phänomene” untersucht.
Ich habe auch die Beobachtung gemacht, dass Skeptiker Spaß daran haben ihre eigenen Dummheiten zu dekonstruieren und sich selbst zu zeigen wie sehr sie sich geirrt haben. Das führt eventuell dazu, dass man davon ausgeht, anderen würde das auch Spaß machen. Man übersieht dabei leicht, dass es eben doch ein großer Unterschied ist seine Fehler selbst zu entdecken oder von einem anderen darauf hingewiesen zu werden. Die Lust am Entdecken eigener Fehler kann man in meinen Augen auch daran erkennen, dass der Wechsel zum Skeptizismus in aller Regel lawinenartig passiert. Hat man einmal die Freude vom “Ausmisten” des eigenen Gehirns erlebt hört man erst wieder damit auf, wenn man davon überzeugt ist, dass sich keine gröberen Müllhalden mehr verstecken. Da man dieses Dekonstruieren und Ausmisten bis dahin allerdings so lieb gewonnen hat fährt man in gleicher Weise auch mit den Sachen fort die man selbst eh nie geglaubt bzw. von denen man vorher noch nie was gehört hat.
Und so wäre ich also wieder beim Grund warum ich gerne Dokumentationen über UFO’s sehe und regelmäßig enttäuscht werde wenn es einfach nichts zu zerlegen gibt.
Wir Skeptiker lieben es Sachen (in metaphorischem Sinn) zu zerlegen, was von Außen oft so aussieht als wären wir Spielverderber. In Wirklichkeit ist aber gerade das das Spiel das der Skeptiker am liebsten spielt.
Hierzulande weiß man von Mormonen in aller Regel relativ wenig. Als ich damals (vielleicht vor einem Jahr) in einer Folge von South Park etwas über die magische Unterwäsche der Mormonen gehört habe ist das fast an mir vorüber gegangen. Im Unterbewussten hat sich das allerdings trotzdem irgendwie festgebissen. Ein Universum in dem es keine Religion gibt die an magische Unterwäsche glaubt wäre vermutlich noch verrückter als unseres.
Vor einiger Zeit hat sich diese “Leibwäsche” also wieder an die Oberfläche meines Bewusstseins gegraben und eine kurze Suche im allumfassenden Netz hat bestätigt, dass diese ganze Angelegenheit stimmt. Und woher bekommt man zu so einem Thema Informationen? Natürlich bei (wer hätte das gedacht) http://www.mormon-underwear.com . Muss ich noch extra hinzufügen, dass die Seite von den Mormonen selbst betrieben wird? Sozusagen um diese ganzen falschen Informationen auszuräumen und sich im Zuge dessen gleich selbst lächerlich zu machen.
Also hier die kurze Geschichte der (sozusagen) koscheren Mormonen-Unterkleidung.
Die Mormonen selbst verstehen das ganze als eine ständige Erinnerung an die Verbindung mit Gott. Für sie stellt sich das in etwa so dar wie wenn eine Nonne ihre Kutte trägt. Dass man mit einer Kutte (oder anderen religiösen Symbolen) allerdings seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe signalisiert und das mit “Dessous” höchstens in, sagen wir mal, eher fragwürdigen Etablissements möglich ist sollte man nicht extra erwähnen müssen.
Man beginnt mit dem Tragen nach Absolvierung eines Initiationsritus, durch den man als vollständiges Mitglied in die Kirche aufgenommen wird. Der Eintritt ins Erwachsenenalter wird sozusagen durch das Wechseln der Unterhose vollzogen. Im Hinblick auf unser Ritual (Pubertät) wird einem magische Unterwäsche sogar irgendwie wieder sympathischer.
Hier noch ein paar Fakten die nicht stimmen: